Fachstelle Gewalt und Frauenberatung

Spezialisierte Einrichtung gegen Gewalt in Itzehoe

Für Opfer von sexueller und/oder häuslicher Gewalt im Kreis Steinburg gibt es seit 1. Juli 2012 eine Beratungsstelle. Diese neue spezialisierte Einrichtung, finanziert zum Großteil vom Kreis, liegt in Trägerschaft von pro familia Schleswig-Holstein und befindet sich in der pro familia-Beratungsstelle in Itzehoe am Berliner Platz 1.

Die pro familia-Fachstelle Gewalt und Frauenberatung gewährleistet eine persönliche telefonische Erreichbarkeit für den Erstkontakt und Terminvergabe unter Tel. 0 48 21 - 88 99 432 von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr, am Montag und Donnerstag auch von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr (außer in den Ferien).

Unter der Leitung von Katrin Ufen bietet das speziell qualifizierte Team Kindern, Jugendlichen und Frauen, die von häuslicher und/oder sexueller Gewalt betroffen sind, professionelle Unterstützung und Begleitung an. Die Arbeit der Fachstelle Gewalt und Frauenberatung zielt darauf ab, das Selbstbewusstsein der Beratenen zu stärken und zu einer Verbesserung ihrer Lebenssituation beizutragen.

Die Opfer werden aufgefangen, unterstützt und bei der Suche nach weiterführenden Hilfemög-lichkeiten und der Kontaktaufnahme zu anderen Institutionen begleitet. Grundsätzlich gilt: An den Aussagen der Opfer wird nicht gezweifelt, und es wird Vertraulichkeit zugesichert. Außerdem bietet die Fachstelle Eltern, Bezugspersonen und Fachkräften Information, Beratung und Begleitung im Umgang mit Opfern von sexueller und häuslicher Gewalt an.

„Im Bereich der Frauenberatung unterstützen wir Frauen bei Gewalterfahrungen sowie in Lebenskrisen, sozialen und finanziellen Notlagen und psychischen Belastungssituationen. Durch die freie Trägerschaft der Beratungsstelle verringern sich die Hemmungen der Frauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen“, betont Katrin Ufen, die zuvor jahrelang in einer Facheinrichtung für Frauen gearbeitet hat. Gemeinsam werden Möglichkeiten der Hilfe besprochen und die Kontaktaufnahme zu Institutionen begleitet.

„Nicht selten sind Mütter betroffen, so dass es auch darum geht, ihre Erziehungsfähigkeit zu stärken und entsprechende Unterstützungsangebote zu vermitteln. Wir arbeiten hier eng mit anderen Institutionen vor Ort zusammen, z.B. mit dem Jobcenter, der Erziehungsberatungsstelle, dem Frauenhaus, TherapeutInnen und als Partnerin des Kooperations- und Interventionskonzepts (KIK) gegen häusliche Gewalt.“

Prävention

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Prävention. Das Team bietet kreisweit sexualpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche an. Dazu gehören auch spezielle Präventionsprojekte gegen sexuelle Gewalt, z.B. das neue Präventionsangebot "Ziggy zeigt Zähne". Es wurde für Kinder im Grundschulalter entwickelt und unterstützt auch Eltern und Lehrkräfte im Umgang mit der Vermutung einer Kindeswohlgefährdung. Darüber hinaus werden Elternabende, Informationsveranstaltungen und Fortbildungen für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, durchgeführt.