Jahresbericht 2013

Über 25.000 Menschen mit Rat und Information geholfen

Die Zahl der Ratsuchenden ist im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent gestiegen. Rund 8.700 Frauen und Männer wandten sich an die landesweit 12 pro familia-Beratungsstellen. Die Teams haben rund 10.400 Beratungen durchgeführt, knapp 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Probleme von Familien und gesellschaftliche Missstände zeichnen sich in allen Beratungsbereichen ab, in der Beratung zu Schwangerschaft, Geburt und Familie ebenso wie in der Beratung zu Partnerschaft und Sexualität.

Der Beratungsbedarf werdender Eltern zu sozialrechtlichen Fragen, finanziellen Hilfen und Stiftungsgeldern macht weiterhin den größten Sektor aus, gefolgt von der Beratung zu Partnerschaft und Sexualität und der Schwangerschaftskonfliktberatung nach § 219 StGB. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt Hauptthema im Schwangerschaftskonflikt. Auch die Zahl der Frauen, die als Grund für den Schwangerschaftsabbruch Psychische und körperliche Belastung nennen, nimmt zu.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern

"Der Landesverband wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass von staatlicher Seite und von den Unternehmen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die es Frauen und Männern ermöglichen, berufstätig zu sein und trotzdem Kinder zu bekommen", betont Geschäftsführer Reiner Johannsen. pro familia fordert flexible Arbeitszeiten für Mütter und Väter, einen Ausbau qualifizierter Kinderbetreuung, auch für Schulkinder, und eine gerechte Familienförderung.

Beratung zu Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft bietet pro familia auch in den Familienbüros Bad Bramstedt und Bornhöved, in Kaltenkirchen und Bargteheide an. Für Familien in jeder Lebensform engagiert sich pro familia u.a. in "Lokalen Bündnissen für Familie" und im Netzwerk "Frühe Hilfen für Familien".

Familie als Thema in der Arbeit mit Jugendlichen

Auch in der Sexualpädagogik ist Familie ein Thema. Das Projekt Eltern auf Probe für Jugendliche ab 15 Jahren zielt auf bewusste Lebensplanung, reflektierte Entscheidungen, verantwortungsvolles Handeln und frühzeitige Vorbereitung auf Elternschaft. Die umfangereichen Angebote der Sexualpädagogik werden zunehmend stark nachgefragt. Doch die finanziellen Mittel reichen bei weitem nicht aus, um dem Bedarf gerecht zu werden. "Sexualpädagogik ist eine Aufgabe der Bildung, wird aber leider nicht entsprechend gefördert", kritisiert Johannsen. Großes Interesse findet Ziggy zeigt Zähne - das neue Präventionsangebot gegen sexuelle Gewalt für Kinder, Eltern und Fachkräfte an Grundschulen. 2013 hat pro familia rund 15.350 Jugendliche, Eltern und PädagogInnen erreicht.

Arbeit gegen sexuelle und häusliche Gewalt

Der Landesverband arbeitet in mittlerweile fünf spezialisierten Einrichtungen gegen sexuelle und häusliche Gewalt.

Mehr über die Arbeit des Landesverbandes, Zahlen, Entwicklungen, Analysen, finden Sie im Jahresbericht 2013. Sie können diesen beim Landesverband anfordern oder als PDF herunterladen: jahresbericht-2013.pdf

Weitere Informationen:
pro familia Schleswig-Holstein
Marienstr. 29-31, 24937 Flensburg
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